Stimmungsschwankungen und Ängstlichkeit in den Wechseljahren

Überprüft von medizinisch geschultem Personal von Mylan 20190809T000000

Bei Frauen in der Menopause und Perimenopause kommt es, in erster Linie aufgrund der sinkenden Östrogenspiegel, häufig zu Stimmungsschwankungen, Ängstlichkeit und Gereiztheit.

Betroffene Frauen berichten häufig von Gefühlen von Traurigkeit oder Leere und sind niedergeschlagen. Solche Phasen wechseln sich ab mit Episoden von Freude/Euphorie. Diese Stimmungsschwankungen können in den Wechseljahren mit dem Östrogenmangel zusammenhängen und durch einen Schlafmangel verstärkt werden.

Was sind die Ursachen für menopausale Stimmungsschwankungen?

Stimmungsschwankungen und Ängstlichkeit sind in dieser Lebensphase in den meisten Fällen eine Folge der menopausal-hormonellen Veränderungen, die wiederum auch Hitzewallungen und Nachtschweiss auslösen können. Hitzewallungen und Nachtschweiss können ihrerseits zu Schlafstörungen und Gereiztheit führen und somit die Lebensqualität insgesamt beeinträchtigen. Man geht davon aus, dass Stimmungsschwankungen in der Menopause im Zusammenhang mit den Hormonschwankungen in den Eierstöcken (Ovarien) zu tun haben. Östrogen ist ein solches Ovarialhormon, das stimmungsaufhellend wirkt. Aus diesem Grund kann ein Östrogenmangel bzw. ein sinkender Östrogenspiegel zu Stimmungsschwankungen und Ängstlichkeit beitragen.

Aber auch andere Faktoren können die Psyche der Frau in den Wechseljahren beeinflussen, wie Stress, mangelnde Bewegung oder eine negative Einstellung dem Altern im Allgemeinen gegenüber. Wichtig ist, diese Gemütsstörungen nicht mit einer Depression zu verwechseln. Eine Depression ist durch längere Phasen niedergedrückter Stimmung von mindestens zwei Wochen gekennzeichnet.

Was sind Merkmale menopausaler Stimmungsschwankungen und Ängstlichkeit?

Stimmungsschwankungen sind in erster Linie durch Hormonschwankungen in der Menopause bedingt. Auch wenn das Depressionsrisiko in der Menopause erhöht ist, sollten solche Gemütsstörungen nicht mit einer Depression verwechselt werden. Eine Depression ist durch längere Phasen niedergedrückter Stimmung von mindestens zweiwöchiger Dauer gekennzeichnet.

Symptome einer niedergedrückten Stimmung sind u.a.:

  • Traurigkeit
  • Ängstlichkeit
  • Panikattacken
  • Verstärkte Neigung zu Besorgtheit
  • Verstärkte Müdigkeit
  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Frustriertheit
  • Wut

Merkmale menopausaler Ängstlichkeit

Ängstlichkeit oder gar Angst kann sich auch auf körperlicher Ebene manifestieren. Körperliche Symptome sind u.a.:

  • Anstieg der Herzfrequenz
  • Herzklopfen
  • Unwohlsein oder Krankheitsgefühl
  • Schmerzen in der Brust
  • Kopfschmerzen
  • Schweissausbrüche
  • Appetitverlust
  • Allgemeines Schwächegefühl

Wie geht man mit Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren um?

Nicht medikamentöse Strategien wie Entspannungstechniken und Bewegung sind empfehlenswert, da Stimmungsschwankungen in der Menopause auch durch die Umgebung beeinflusst werden. Darüber hinaus lassen sich mit sogenannten Antidepressiva Stimmungsschwankungen in der Regel wirksam behandeln. Durch eine Hormonersatztherapie (Menopausale Hormontherapie, MHT) kann menopausal auftretenden Stimmungsschwankungen häufig entgegengewirkt werden. Wenden Sie sich hierzu bitte an Ihre(n) Ärztin/Arzt oder Ihre(n) Gynäkologin/Gynäkologen, der Ihnen die passende Therapie empfehlen kann.

Behandlung in den Wechseljahren

Ziel einer Behandlung ist die Linderung von Wechseljahrbeschwerden und eine Verbesserung der Lebensqualität. Erfahren Sie mehr über eine Behandlung in den Wechseljahren.

Hitzewallungen

Hitzewallungen sind das häufigste Anzeichen für die Menopause und werden von den Frauen als Empfindung eines plötzlichen Anstiegs der Körpertemperatur beschrieben. Leiden Sie auch unter Hitzewallungen? Dann erfahren Sie mehr über Hitzewallungen in der Menopause.