Was können Sie bei Nachtschweiss tun?

Überprüft von medizinisch geschultem Personal von Mylan 20190809T000000

Nachtschweiss gehört zu den häufigsten Beschwerden in der Menopause und ist gekennzeichnet durch Schweissausbrüche im Schlaf, nach denen die Frau möglicherweise schweissgebadet aufwacht.

Diese Schweissausbrüche können so stark sein, dass Kleidung und Bettwäsche durchnässt sind. Bei den meisten Frauen in den Wechseljahren, die an Hitzewallungen leiden, ist auch Nachtschweiss ein übliches Phänomen, wobei jedoch auch eine zugrunde liegende Erkrankung die Ursache sein kann.

Ist Schwitzen in der Nacht typisch für die Menopause?

Leidet eine Frau zwischen 40 und 50 Jahren an Nachtschweiss sowie anderen typischen menopausalen Beschwerden und können andere Krankheiten ausgeschlossen werden, sind wahrscheinlich die Wechseljahre daran schuld. Jedoch leiden nicht zwangsläufig alle Frauen in der Menopause unter Nachtschweiss.

Was löst nächtliches Schwitzen aus?

Nachtschweiss wird durch einen Anstieg und danach abrupten Abfall der Körpertemperatur verursacht. Die Blutgefässe im Körper weiten sich zunächst und ziehen sich dann wieder zusammen. Hierdurch entsteht ein Gefühl ähnlich wie Schüttelfrost.

Nachtschweiss kann erstmals einige Jahre oder Monate vor der Menopause auftreten. Die Schweissausbrüche können eine Minute bis ca. fünf Minuten dauern und treten gewöhnlich nach einer Hitzewallung auf.

Wodurch wird Nachtschweiss verursacht?

In den Wechseljahren durchläuft der Körper starke Hormonschwankungen, die verschiedene körperliche und emotionale Veränderungen auslösen können. Der Menstruationszyklus kann durcheinandergeraten. Der für die Ei-Reifung wichtige FSH-Spiegel steigt an, während die Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron zu sinken beginnen. Vor allem das Absinken von Östrogen kann Nachtschweiss auslösen.

Über die Menopause und Perimenopause hinaus kann Nachtschweiss auch verursacht werden durch:

  • Fieber
  • Kälte
  • Grippe/grippaler Infekt
  • Bakterielle Infektionen
  • Virusinfektionen
  • Alkoholkonsum
  • Angst
  • Stress
  • Panikattacken
  • Schlafstörungen
  • Tuberkulose
  • Drogenmissbrauch
  • Krebserkrankungen
  • Krebstherapien

Da Nachtschweiss mit anderen Beschwerden einhergehen kann, ist es von zentraler Bedeutung, die zugrunde liegende Ursache abzuklären.

Wie lässt sich Nachtschweiss behandeln bzw. verhindern?

Zur Behandlung von Nachtschweiss wird meist eine menopausale Hormontherapie (MHT) empfohlen. Die MHT trägt zur Prävention von Nachtschweiss bei Frauen bei und kann ausserdem auch andere Beschwerden im Zusammenhang mit der Menopause lindern. Es ist jedoch wichtig, Risiken und Nutzen der MHT vor Behandlungsbeginn gegeneinander abzuwägen.

Bestimmte Massnahmen, die Sie selbst durchführen können, helfen oft Nachtschweiss zu lindern. Hierunter fallen das Tragen lockerer, bequemer Kleidung, eine kühlere Umgebungstemperatur und das Vermeiden von heissen Duschen.

Auch sollten Sie versuchen, Stress jeder Art zu vermeiden, auf regelmässige Bewegung zu achten und den Konsum von Koffein und Alkohol zu reduzieren. Es empfiehlt sich, eine(n) Ärztin/Arzt bzw. Gynäkologin/Gynäkologen aufzusuchen und abzuklären, ob gegebenenfalls eine Grunderkrankung vorliegt.

Behandlung in den Wechseljahren

Ziel einer Behandlung ist die Linderung von Wechseljahrbeschwerden und eine Verbesserung der Lebensqualität. Erfahren Sie mehr über eine Behandlung in den Wechseljahren.

Naturheilmittel

Naturheilmittel können zur Linderung leichter bis mittelschwerer Wechseljahrbeschwerden beitragen. Erfahren Sie mehr über Naturheilmittel in der Menopause.