Gewichtszunahme in den Wechseljahren: wodurch sie verursacht wird

Überprüft von medizinisch geschultem Personal von Mylan 09 August 2019

Zahlreiche Faktoren wie etwa hormonelle Veränderungen, das fortschreitende Lebensalter, die Art der Lebensführung und genetische Faktoren können das Gewicht in den Wechseljahren beeinflussen. Manche Frauen nehmen dabei mehr zu als andere.

Mit fortschreitendem Alter nimmt die Muskelmasse in der Regel ab und die Fettmasse zu. Durch den Verlust an Muskelmasse reduziert sich der Kalorienverbrauch des Körpers. Dies erschwert es, ein gesundes Gewicht zu halten. Hormonelle Veränderungen, beispielsweise des Östrogenspiegels, fördern eher die Fetteinlagerung im Bauchbereich als im Bereich der Hüfte oder Oberschenkel. Auch verschiedene Aspekte der Lebensführung wie ungesundes Essen, Bewegungsmangel und zu wenig Schlaf können zur Gewichtszunahme beitragen.

Über die hormonellen Veränderungen hinaus beeinflussen verschiedene andere Faktoren die Gewichtszunahme. Berichten zufolge sind Frauen in den Wechseljahren körperlich weniger aktiv. Darüber hinaus kann sich das Essverhalten in der Menopause ändern. Diese Faktoren führen zu einer positiven Energiebilanz und Gewichtszunahme.

Wie das Gewicht in den Wechseljahren halten?

Die Gewichtsregulierung ist ein wichtiger gesundheitlicher Aspekt bei Frauen in der Menopause. Eine abwechslungsreiche Ernährung und Sport fördern das Wohlbefinden und tragen zur Erhaltung der Gesundheit bei.

Eine Hormonersatztherapie mit Östrogen und einem Gestagen kann die Entwicklung von Bauchfett verringern und zur Minderung des Risikos für Herz- und Gefässerkrankungen beitragen. Darüber hinaus hat sie eine günstige Wirkung auf die Knochendichte mit dem verbundenen Risiko für Knochenbrüche. Die Hormonersatztherapie ist in erster Linie nicht als „Diätmassnahme“ zu verstehen. Hierzu bedarf es zusätzlicher Massnahmen wie körperliche Aktivität und gesunde Ernährung.

Manche Frauen, die in der Perimenopause oder in der Postmenopause zunehmen, machen hierfür Behandlungsmethoden wie die Hormontherapie verantwortlich. Es gibt allerdings keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass eine Hormonersatztherapie bei menopausalen Frauen zur Gewichtszunahme führt. Diese ist bei den betroffenen Frauen vielmehr auf das fortschreitende Lebensalter und Lifestyle-Faktoren zurückzuführen.

Welche Komplikationen können im Zusammenhang mit einer Gewichtszunahme entstehen?

Übergewicht ist ein Hauptrisikofaktor für Diabetes, Herz-Kreislauf-Komplikationen (z.B. Koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und Herzinfarkt), Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats (z.B. Arthrose) sowie für bestimmte Arten von Krebserkrankungen (z.B. Gebärmutterkrebs und Brustkrebs).

Übergewicht kann auch unerwünschte persönliche und soziale Folgen mit sich bringen, etwa Depression und ein niedrigeres Selbstwertgefühl sowie eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit. Somit kann sich Übergewicht negativ auf die Lebensqualität auswirken.

Doch auch bei einer Gewichtsabnahme in den Wechseljahren ist Vorsicht geboten, da diese den Verlust an Muskelmasse bei menopausalen Frauen verstärken kann.

Ernährung

Die Ernährung spielt bei der Besserung von Beschwerden in den Wechseljahren eine wichtige Rolle. Erfahren Sie mehr über die Ernährung während der Menopause.

Sport & Yoga

Ausdauertraining und Yoga können zu einer Verbesserung der Lebensqualität in den Wechseljahren beitragen. Lernen Sie, wie Sie mit Sport & Yoga fit bleiben.