Behandlung von Beschwerden in der Menopause und Perimenopause: So lindern Sie die Symptome

Überprüft von medizinisch geschultem Personal von Mylan 09 August 2019

Gemäss Experten gilt die Hormonersatztherapie (menopausale Hormontherapie, MHT) als Goldstandard zur Behandlung menopausaler Beschwerden. Sie stellt die wirksamste Form der Behandlung dar. Daneben gibt es auch nicht hormonelle Behandlungsmöglichkeiten.

Ziel einer Behandlung ist die Linderung von Wechseljahrbeschwerden. Die MHT als wirksamste Form kann in Betracht gezogen werden, wenn die Symptome für die Betroffenen sehr belastend sind.

Ist die Hormonersatztherapie zu empfehlen?

Gemäss der Leitlinien des britischen National Institute for Health and Care Excellence (NICE) ist die MHT eine wirksame Behandlungsmethode und sollte Frauen, die an Wechseljahrbeschwerden leiden, nach der Besprechung aller Vorteile und möglicher Risiken vorgeschlagen werden. Eine MHT wird nicht empfohlen bei Frauen mit einer Brustkrebserkrankung oder Brustkrebs in der Vorgeschichte. Die MHT lindert wirksam menopausale Beschwerden, insbesondere Hitzewallungen und Nachtschweiss.

Welche gesundheitlichen Aspekte sind vor der Einleitung einer Behandlung in den Wechseljahren abzuwägen?

In den Wechseljahren sollte grundsätzlich auf Zigaretten und Alkohol verzichtet werden. Da jede Frau unterschiedliche Bedürfnisse hat, sollte die MHT mit der Ärztin/dem Arzt oder der Gynäkologin/dem Gynäkologen individuell angepasst werden. Dabei werden die Knochengesundheit ebenso wie bestehende Krankheiten (u.a. Brustkrebs), Bluthochdruck, Herz-Kreislauf, Fettstoffwechsel, Alter und Gewicht, Ernährung und Lebensstil einbezogen. Darüber hinaus sollten die Frauen in Bezug auf eine gesunde Lebensführung, d. h. eine gesunde Ernährung und angemessene Bewegung, beraten werden, um kardiovaskuläre Risikofaktoren zu senken. Damit lassen sich kardiovaskulär bedingte Erkrankungen und die Sterblichkeit senken bzw. die Lebensqualität insgesamt erhöhen. Eine ausreichende Aufnahme von Vitamin D und Kalzium trägt dazu bei, das Risiko für Knochenbrüche zu senken. Mit einem sogenannten DXA-Messgerät kann der Arzt Ihre derzeitige Knochendichte messen.

Mit welchen Risiken kann eine Hormonersatztzerapie verbunden sein?

Das Alter bei Beginn einer MHT ist ein entscheidender Faktor zur Beurteilung ob der Nutzen oder die Risiken einer MHT überwiegen. Auch bestehende Krankheiten und Lebensgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle. Lassen Sie sich von Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen über Ihren persönlichen Nutzen bzw. mögliche Risiken einer MHT aufklären! Bekannte Risiken sind u.a:

  • Es kann sich das Brustkrebsrisiko erhöhen.
  • Eine MHT kann das Risiko venöser Thromboembolien, u. a. einer tiefen Venenthrombose oder Lungenembolie, erhöhen. Liegen bei einer Frau zusätzliche Risikofaktoren für eine Thrombose vor, empfehlen sich Östrogenpflaster, die mit einem relativ betrachtet niedrigeren Thromboserisiko verbunden sind. Einige Studien berichten, dass eine MHT auf der Basis von Östradiol in Kombination mit Dydrogesteron mit keinem erhöhten Risiko für einen thrombotisch bedingten Schlaganfall, Herzinfarkt oder venöse Thromboembolien einhergeht.

Welche nicht hormonellen Behandlungsoptionen gibt es?

Studien zufolge können natürliche Wirkstoffe wie Sojaisoflavone, die entweder aus Sojabohnen extrahiert oder chemisch synthetisiert werden, menopausale Beschwerden wie Hitzewallungen lindern.

Urogenitale Beschwerden lassen sich mit vaginalen Feuchtigkeitscremes und Gleitmitteln behandeln.

Änderungen in der Lebensführung, etwa eine gesunde Ernährungsweise und regelmässige Bewegung, tragen ebenfalls zur Linderung bei.

Eine weitere Massnahme zur Linderung psychischer und physischer Beschwerden in den Wechseljahren kann Yoga sein. Mit seinen Dehnübungen stärkt es die Rumpfmuskulatur und schult das Gleichgewicht. Meditation und Tiefenatmung tragen zur Entspannung bei.

Ernährung

Die Ernährung spielt bei der Besserung von Beschwerden in den Wechseljahren eine wichtige Rolle. Erfahren Sie mehr über die Ernährung während der Menopause.

Hormonersatztherapie

Die menopausale Hormontherapie (MHT) stellt eine der bewährten Behandlungen zur Linderung von Wechseljahrbeschwerden dar. Dem Körper wird entweder ausschliesslich Östrogen oder Östrogen in Kombination mit einem Gestagen zugeführt. Erfahren Sie mehr über die Hormonersatztherapie.