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Wechseljahre

Ohne Beschwerden durch die Wechseljahre

Zwischen 45 und 60 Jahren durchleben Frauen eine bedeutende hormonelle Veränderung: das Klimakterium, umgangssprachlich Wechseljahre genannt. In dieser Zeit nimmt die Weiblichkeit eine andere und neue Form an. Es sind Zeiten des Aufbruchs, der Veränderung und der Befreiung von den monatlichen Hormon-Achterbahnfahrten.

Langsame Umstellung

Diese Umstellung nach der fruchtbaren Phase erfolgt langsam, die Eierstöcke stellen die Produktion von Hormonen ein, die Monatsblutungen werden unregelmässiger und bleiben schliesslich aus. Die letzte Blutung ist die sogenannte Menopause. Die Wechseljahre dauern ungefähr zehn Jahre, wobei das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Menopause bei 52 Jahren liegt [2].

Klimakterisches Syndrom

Etwa zwei von drei Frauen haben während der Wechseljahre Beschwerden, klimakterisches Syndrom genannt. Es kann sich durch ganz unterschiedliche Symptome äussern: Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Schlafstörungen, Herzklopfen, Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, trockene Vaginalschleimhäute und eine Veränderung des Sexualtriebs sowie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen.

Hormonelle Behandlung

Bei starken Beschwerden kann eine hormonelle Behandlung ins Auge gefasst werden. Hormone wirken nicht nur den Beschwerden entgegen und erhalten so die gewohnte Lebensqualität und Leistungsfähigkeit, sondern sie reduzieren auch das Osteoporoserisiko. Um festzustellen, ob eine Therapie empfehlenswert ist, sollte in jedem Fall der Vertrauensarzt konsultiert werden.


Unabhängig von einer Hormonbehandlung gibt es einfache Massnahmen für den Alltag zur Linderung von Wechseljahrbeschwerden:

  • Sport hilft gegen Osteoporose und Herzprobleme, stärkt das Selbstbewusstsein und Wohlbefinden.
  • Vollwertige Mischkost und kalziumreiche Produkte tragen zur Osteoporose-Prävention bei [1]. Wichtig sind eine fett- und kalorienarme Kost, da Übergewicht das Auftreten von Beschwerden begünstigt, sowie geregelte Esszeiten.
  • Die Haut benötigt besonders viel Pflege mit fetthaltigen Produkten, da sie durch den Hormonmangel schneller altert.
  • Heilkräuter in Tees helfen gegen die klassischen durch die Hormonschwankungen verursachten Beschwerden, z. B. Melisse durch die in ihr enthaltenen Phytohormone oder Salbei.
  • Unterstützend können Sojaprodukte eingenommen werden. Sie enthalten pflanzliche Östrogene, die zwar schwächer als die menschlichen sind, aber dennoch zum Wohlbefinden und zur positiven Beeinflussung der Blutfette beitragen können.
  1. Acroscope (Hrsg.): Kalziumsupplemente - Risiko Höher als Nutzen? Maillaiter Oktober 2010.
  2. Die Schweizerische Menopausengesellschaft (SMG): http://meno-pause.ch/themen/herz-kreislauferkrankungen. [20. Mai 2011]