women's health

Informationen

Welche Verhütungs- methode passt zu Ihnen? Einen Überblick und Vergleich finden Sie hier.

AktuellesFrauengesundheit

Selbst ist die Frau

Die richtige Verhütungsmethode für jede Lebenslage

Frauen brauchen eine stressfreie Verhütung, die mit ihrem Tempo und ihrem Lebensstil mithalten kann. Zahlreiche Präparate bieten Schutz in jeder Lebenslage.

Bild Verhütung

Die Verhütungspille hat seit ihrem Markteintritt vor über 50 Jahren so einiges verändert: Sie hat den Frauen die Möglichkeit gegeben, ihre Sexualität frei auszuleben. Seit ihrer Einführung 1960 wurden die Präparate stetig weiterentwickelt. Heute stehen so genannte Kombinationspräparate, die auf Basis der Hormone Östrogen

und Gestagen wirken, sowie östrogenfreie Pillen zur Verfügung. Weiter existieren zahlreiche Alternativen zur "klassischen" Pille – für jede Frau das Richtige. Ein Überblick.

Kombinierte Präparate

Die kombinierten Verhütungsmethoden wirken – wie die meisten hormonellen Verhütungsmittel – auf der Basis von Östrogenen und Gestagenen. Die beiden Hormone verhindern den Eisprung sowie die Einnistung einer Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. Zudem wird der Schleim im Gebärmutterhals verdickt und kann so von den Spermien nicht durchdrungen werden. Kombinierte Verhütungsmethoden können Risiken und Nebenwirkungen wie beispielsweise Kopfschmerzen oder venöse Trombosen mit sich bringen. [1]

Das bekannteste der kombinierten Präparate ist die Verhütungspille. Diese muss von der Frau täglich oral eingenommen werden. Alternativen sind der Verhütungsring und das Verhütungspflaster. Der Verhütungsring ist ein flexibler Kunststoffring, der monatlich wie ein Tampon in die Scheide eingeführt wird und durch dessen konstante und niedrige Hormonabgabe tägliche Hormonschwankungen entfallen. Das Verhütungspflaster, das einmal in der Woche gewechselt wird, gibt die Hormone über die Haut ab.

Östrogenfreies Verhüten
Immer mehr Frau wollen oder sollen auf die zusätzliche Einnahme von Östrogen verzichten. Dies macht die östrogenfreie Pille für sie zu einer möglichen Alternative. Wie die kombinierten Präparate schützt sie vor einer Schwangerschaft durch die Verdickung des Gebärmutterhalssekretes und die Verhinderung des Eisprungs. Sie ist daher genauso zuverlässig und innerhalb von 12 Stunden nach dem eigentlichen Einnahmetermin wirksam. Ebenfalls ohne Östrogen wirken die Hormonspirale und das Verhütungsstäbchen. Beiden werden von einer Fachperson platziert und gewährleisten anschliessend eine mehrjährige, ununterbrochene Verhütung.

Bei der östrogenfreien Verhütung gilt es zu beachten, dass sie zu einem unregelmässigen Blutungsmuster führen kann. Besonders in den ersten Monaten können Schmierblutungen auftreten, bei vielen Frauen bleibt die Menstruation längerfristig aus. [1]

Alternative Verhütungsmethoden

Neben den hormonellen kennt man auch mechanische Verhütungsmethoden wie das Kondom, chemische Methoden wie das Spermizid-Gel, natürliche Methoden wie die Temperaturmessmethode oder die chirurgische Sterilisation. Auch diese Verhütungsmethoden birgen gewisse Risiken und können zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Beratung ist wichtig
Das optimale Verhütungsmittel muss den Bedürfnissen bzw. dem Lebensstil der Frau entsprechen und auch medizinisch für die Patientin empfehlenswert sein. In jedem Fall ist eine gute Beratung und offene Kommunikation mit dem Arzt wichtig. Eine Singlefrau braucht etwa ein anderes Verhütungsmittel als eine Frau, die seit langem in fester Partnerschaft lebt. Genauso spielt die Frage nach dem Kinderwunsch innerhalb einer Beziehung eine relevante Rolle. Wie alle Medikamente können auch hormonelle und chemische Verhütungsmittel Nebenwirkungen aufweisen. [1] Verwenden Sie rezeptpflichtige Produkte nur nach Anweisung Ihres verschreibenden Arztes.

  1. Konsultieren Sie für ausführliche Informationen die Fachinformationen des jeweiligen Produktes im Arzneimittelkompendium der Schweiz, www.kompendium.ch.